Arsen in Lebensmitteln
(AgE) Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt, bei Lebensmitteln stärker auf den Arsengehalt zu achten. Das geht aus einem Gutachten hervor, das veröffentlicht wurde.EFSA will die Möglichkeit eines Gesundheitsrisikos durch Arsen in verunreinigten Lebensmitteln nicht völlig ausschließen.
Experten verglichen die Arsenmengen, die durch Lebensmittel und Getränke in den menschlichen Körper gelangen können, mit den Grenzwerten, ab denen Arsen bestimmte Gesundheitsprobleme verursachen könnte.
Zwischen beiden Werten wurden nur geringe oder gar keine Unterschiede festgestellt.
Daher rief EFSA dazu auf, die Exposition gegenüber anorganischem Arsen, der Form mit dem größeren toxischen Potential, zu reduzieren. Da es bezüglich der Risikobewertung allerdings beträchtliche Unsicherheiten gibt, sind weitere Untersuchungen notwendig.
Nach Angaben der Behörde ist Arsen ein weitverbreitetes Umweltgift, das sowohl natürlich als auch durch die Einwirkung des Menschen vorkommt. Es tritt in vielen verschiedenen Formen auf, die entweder organisch – das heißt kohlenstoffhaltig – oder anorganisch sein können.
Die Hauptquelle der Arsenexposition für die EU-Bevölkerung sind Lebensmittel. Das Gutachten bezieht sich in der Hauptsache auf anorganisches Arsen, das häufig geologischen Ursprungs ist und im Grundwasser vorkommt. Die Aufnahme anorganischen Arsens über einen langen Zeitraum wird mit einer Reihe von Gesundheitsproblemen in Zusammenhang gebracht, beispielsweise Hautläsionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.
Den größten Anteil an der gesamten ernährungsbedingten Exposition gegenüber anorganischem Arsen haben nach Einschätzung der Experten Getreidekörner und Produkte auf Getreidegrundlage, Lebensmittel für spezielle diätetische Zwecke wie Algen, in Flaschen angebotenes Wasser, Kaffee und Bier, Reis und auf Reis basierende Produkte sowie Fisch und Gemüse. In den kommenden Monaten will EFSA ein entsprechendes Gutachten zu Blei veröffentlichen.