Grenzwerte für Kadmium
in Lebensmitteln gesenkt
(AgE) Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt einen Höchstwert von 2,5 g pro Kilogramm Körpergewicht als tolerierbare wöchentliche Aufnahmemenge (TWI) von Kadmium. Der TWI gibt die Aufnahmemenge an, bei der keine nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit erwartet werden. Wie EFSA mitteilte, liegt in Europa die durchschnittliche Aufnahme eines Erwachsenen von Kadmium aus der Nahrung etwa bei diesem Wert. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen wie Vegetarier, Kinder, Raucher sowie Menschen, die in hoch belasteten Gebieten leben, kann die Exposition in höherem Ausmaß erfolgen und bis zum Doppelten des TWI betragen. EFSA kam jedoch auch zu dem Ergebnis, dass sogar für diese Gruppen das Risiko nachteiliger Auswirkungen sehr gering ist.
Nichtsdestotrotz sollte die derzeitige Exposition der Bevölkerung gegenüber Kadmium verringert werden. Die Ansetzung des relativ geringen Grenzwertes erfolgt auf Grundlage der Bewertung neuer Daten; die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt bislang wöchentlich 7 g/kg vor. EFSA war von der Europäischen Kommission ersucht worden, die Risiken des Schwermetalls für die menschliche Gesundheit durch den Konsum von Lebensmitteln zu bewerten. Außerdem war die Behörde beauftragt, die verhältnismäßige Bedeutung anderer Quellen der Exposition gegenüber Kadmium zu ermitteln und dabei auch die Situation von bestimmten Bevölkerungsgruppen einschließlich Kindern zu berücksichtigen.